Logopädie Wuppertal
Spracherwerbstheorien zur phonetisch-phonologischen Entwicklung in der Logopädie Wuppertal.
Die phonetischen und phonologischen Aspekte der Artikulation werden im Hinblick auf den kindlichen Lauterwerb erweitert. Bei der Lautentwicklung geht es einerseits um den Erwerb der Fähigkeit, die Laute motorisch richtig zu bilden. Zusätzlich muss das Kind aber auch in der Sprachtherapie lernen, wann es welche Laute einsetzen muss, damit das von ihm gewünschte Wort hörbar wird. Damit muss es sich auch ein Wissen über die sprachsystematische Anwendung der Laute aneignen (phonologisches Regelsystem). So können kleine Kinder manche Wörter mit komplexen Lautverbindungen bereits korrekt sprechen, in einem anderen Wort ersetzen sie jedoch dieselben Laute. Es kann auch vorkommen, dass ein Kind ein Wort, das es schon einmal korrekt artikuliert hat, plötzlich wieder lautlich verändert. Nur wenn man beide Aspekte in der kindlichen Lautentwicklung berücksichtigt, werden diese Phänomene verständlich.
Die existierenden theoretischen Erklärungsansätze zum Lauterwerb berücksichtigen und gewichten diese zwei Aspekte in unterschiedlich starkem Maße. Die einzelnen Theorien orientieren sich dabei an unterschiedlichen Faktoren ( z. B. lerntheoretisch oder kognitiv ausgerichtet ). Damit werden die verschiedenen Sichtweisen der Erklärungsansätze deutlich. Dieses ist einer der Schwerpunkte im Bereich der Logopädie Wuppertal.
Heute geht man davon aus, dass der Lauterwerb linguistisch-kognitiv geprägt ist und nach bestimmten strukturellen Gesetzmäßigkeiten abläuft. Damit steht der Erwerb des phonologischen Wissens im Vordergrund. Vertreter kognitivistischer und interaktionistischer heben die Bedeutung des Spracherwerbs als aktiven Lernprozess hervor und weisen auf den Einfluss individueller Fähigkeiten des Kindes hin. Die motorisch-artikulatorischen Möglichkeiten in der Entwicklung werden in der Logopädie Wuppertal mitberücksichtigt.
Lautwahrnehmung und phonologische Bewusstheit
Als Voraussetzung für die Lautproduktion muss sich beim Kind zunächst die Fähigkeit der Lautwahrnehmung entwickeln. Erst wenn ein Kind in der Lage ist, Laute auditiv zu unterscheiden und zu klassifizieren, kann es lernen, diese auch selbst richtig zu produzieren und anzuwenden. Erstaunlicherweise ist es dem Kind schon im ersten Lebensjahr möglich, Laute akustisch-phonetisch zu differenzieren. Es verbindet einzelne Laute zunächst noch nicht mit einer bestimmten Bedeutung, sondern orientiert sich eher an prosodischen Merkmale von Äußerungen. In seiner weiteren Entwicklung lernt es dann, phonologisch relevante Strukturen wahrzunehmen und für seine Lautproduktion zu nutzen. Dieser Prozess erstreckt sich über mehrere Jahre und erfordert höher entwickelte kognitive Leistungen. Das Kind erfährt, dass sprachliche Äußerungen nicht nur Inhalte vermittelt, sondern auch nach bestimmten formalen Kriterien aufgebaut sind.
Durch den spielerischen Umgang mit Sprache erhöht das Kind in der Logopädie zunächst seine Aufmerksamkeit gegenüber Sprachstrukturen, ohne dass es dabei jedoch bewusst über diese reflektiert. So wird beispielsweise in der Sprachtherapie dem Kind beigebracht, Reime zu erkennen oder zu produzieren und Laute von Wörtern spielerisch zu verändern.
Auch die Fähigkeit zur Silbensegmentierung von Wörtern entwickelt sich schon relativ früh. Das Kind verfügt zu diesem Zeitpunkt über die sogenannte phonologische Bewusstheit im weiteren Sinne. Mit ungefähr fünf Jahren ist das Kind dann zu lautassoziativen Leistungen in der Lage. So kann es z. B. vorgegebene Laute zu Wörtern zusammenfügen. Eine vollständige phonologische Bewusstheit, die kategoriale Leistungen wie komplexe Lautanalyse- und synthesefähigkeiten beinhaltet, erreichen Kinder normalerweise erst nach dem Schuleintritt. Erst dann ist es ihnen möglich, Wörter in einzelne Laute zu zerlegen oder einzelne Laute zu Wörtern zusammenzufügen. Der Erwerb des Schriftsprachsystems dient dem Kind hier als Hilfe. Gleichzeitig ist eine normal entwickelte phonologische Bewusstheit aber Voraussetzung für die Entwicklung der Schriftsprache.
Phonetisch-artikulatorische Fähigkeiten
Um Laute physiologisch bilden zu können, muss das Kind im Laufe seiner Entwicklung sein artikulatorisches Bewegungsrepertoire und die orale taktil-kinästhetische Wahrnehmung mehr und mehr ausdifferenzieren. Dies versucht man in der Logopädie zu erreichen. Dadurch lernt es zunehmend auch Laute zu artikulieren, die mehr Koordination erfordern.
Eine wesentliche Grundvoraussetzung hierfür ist die erste Lallperiode, die ungefähr bis zum sechsten Lebensmonat andauert. In dieser Zeit produziert das Kind eine Vielfalt an unterschiedlichen Lauten. Dabei geht es vorrangig um ein Ausprobieren der Sprechwerkzeuge, das Kind macht erste motorische und taktil-kinästhetische Erfahrungen im orofazialen Bereich. Meistens artikuliert das Kind zunächst Laute im hinteren Mundraum. Durch die fortschreitende grobmotorische Entwicklung und die damit einhergehende Erweiterung des Bewegungsrepertoires bildet das Kind dann zunehmend auch Laute der vorderen Artikulationszonen.
Während der weiten Lallperiode geht ein Teil des Lautbestandes weiter verloren. Das Kind orientiert sich nun am Gehörten aus der Umgebung und versucht, Lautproduktionen nachzuahmen. Dadurch reduzieren sich die gebildeten Laute auf die der Muttersprache.
Dem Gehör kommt damit eine zentrale Funktion zu. In dieser Zeit kommt es durch Silbenverdopplungen zu den sogenannten Lallmonologen.
An das zweite Lallstadium schließt sich mit ungefähr zwölf Monaten übergangslos die Phase der ersten 50 Wörter an. Diese tauchen häufig eingebettet in Lallmonologe auf und zeichnen sich durch eine ähnliche Silbenstruktur aus. Die Konsonant-Vokal-Folgen ( z. B. gaga) werden zunehmend mit bestimmten Bedeutungen verknüpft ( z. B. Papa). Dabei scheint das Kind zu diesem Zeitpunkt die Wörter eher als lexikalische Einheiten abzuspeichern. Ein phonemorientiertes Lernen findet noch nicht statt. Bei den Wortproduktionen dominieren die Laute der letzten Lallphase. Damit werden vorwiegend vordere Plosive und Nasale verwendet ( p, b, d, t, m, n ). Vereinzelt tauchen allerdings auch schon hintere Plosive ( k, g ), Frikative ( f, v ) und das ( h ) auf. Die Laute werden in dieser Phase noch sehr instabil verwendet, bis dann mit ungefähr 18 Monaten die Phase des phonologischen Systemerwerbs einsetzt. Im Verlauf der weiteren Entwicklung werden die Laute in der Sprachtherapie phonetisch-artikulationsmotorisch immer mehr gefestigt.
Logopädie Wuppertal
Das Aufgabenfeld für unser logopädisches Team des Therapiezentrum Wuppertal Mark Buchholz umfasst die Diagnostik und Therapie von:
- Sprachstörungen
- Sprechstörungen
- Stimmstörungen
- Schluckstörungen
- Gesichtsmuskulaturstörungen
- Kindliche Sprechstörungen
für Menschen jeden Alters mit unterschiedlichster Störungsursache.
Der Logopäde ist Therapeut und Kommunikationsspezialist zugleich. Er ist zuständig für die Diagnostik und Therapie von Sprachstörungen, Sprechstörungen, Stimmstörungen, Schluckstörungen und Hörstörungen bei Menschen jeglichen Alters.
Hier wollen wir im Bereich der Logopädie einen neuen Qualitätsstandard in Wuppertal setzen.
Ziel unserer logopädischen Arbeit ist es, eine Normalisierung der Kommunikationsfähigkeit des Patienten herbeizuführen. Zu den bekanntesten Kommunikationsstörungen, die durch Logopäden behandelt werden, gehören das Stottern, das Lispeln und die heisere Stimme.
Es werden aber auch sehr schwierige und komplexe Störungen diagnostiziert und behandelt, wie z. B. der teilweise Verlust der Sprache, der häufig in Folge eines Schlaganfalls auftritt.
Hierbei ist ein hoch spezifisches Wissen – das in der Logopädie Wuppertal selbstverständlich vorhanden ist - um linguistische, phonetische, psychologische und medizinische Zusammenhänge erforderlich. Die Diagnostik und Therapie der Patienten und die Einbeziehung der Angehörigen in die Arbeit sind äußerst anspruchsvoll und fordern die intensive Beschäftigung mit jedem einzelnen Fall.
Komplexe Störungsbilder können einen Behandlungszeitraum von einem Jahr und mehr erfordern. Wir vom Therapiezentrum Wuppertal widmen Ihnen diese Zeit gerne.
Die Logopädie arbeitet auf ihrem Gebiet selbstständig und eigenverantwortlich.
Auf der Basis einer ärztlichen Verordnung werden diagnostische und therapeutische Maßnahmen umgesetzt.
Wenden Sie sich vertrauensvoll an die Logopädie Ihres Vertrauens in Wuppertal, an Mark Buchholz und sein Team im Therapiezentrum Wuppertal.
